Im Grimming ist ein steinernes Tor, das sich der Sage nach am Fron=
leichnamstage öffnet und dem Bergwanderer einen Blick in eine geheimnisvolle
Schatzkammer gewährt. Viele gingen, um sich zu bereichern und sind dem
Teufel verfallen. Auch ein armer Jäger hat das Wagnis getan, hoffend, mit
Gold und Edelstein die schöne Konstantia Stralzin zu gewinnen, die er sündlich
begehrte. Er kommt von seinem Gang nicht mehr zurück.
Über eine Zeit ist er vergessen. Die junge Stralzin lebt in ehelichem Glück
dahin und nur, wann sie einem Söhnlein das Leben schenkt, schreckt sie in ein=
samen Nächten die Furcht vor dem gnadlos verschiedenen Jäger. Doch ihre
Buben sind kerngesund. Weder vom reifen Geist des Vaters, noch von der
fraulichen Milde der Mutter, am allerwenigsten aber von der Gelehrsamkeit der
Admonter Erzieher bleibt auf ihren Bauernschädeln ein Abglanz haften. Just so,
wie sie gewachsen, kehren sie Anno 1809 ins Elternhaus heim, gerade recht, um
ihren übermütigen Tatendrang an den Zeitereignissen abzukühlen. Besonders
Matthäus, der Älteste, sinnt Tag und Nacht, das Beispiel Andreas Hofers
nachzuahmen und gleich ihm ein Held zu werden, einmal, weil es ihm im Blute
liegt, mehr noch, weil er damit vor seiner Ziehschwester Regina, die sich seiner
geistigen Vorherrschaft widersetzt, großtun will.
Im Herbst, beim Durchzug der Franzosen, ergibt sich endlich die Gelegenheit.
Während Frau Konstantia in Fieber um das Leben ihres neugeborenen Söhn=
leins zittert, besetzen die jungen Öblinger Turm und Häuser.
Damit beginnt der Kampf mit den Freischärlern mit dem Ergebnis, daß die
jungen Öblinger fliehen, die alten in der Stiftspropstei Gstatt vor dem
französischen Militär Sühne leisten, vor allem die Schlupfwinkel der Burschen
verraten sollen. Aber sie schweigen. Durch ein wunderliches Schicksal bleiben
die Dörfler vor Tod und Brandschatzung bewahrt. Der kommandierende Obrist
hat schon beim Anblick der Zeugin Regina seinen harten Richterverstand ver=
loren. Durch Himmel und Hölle muß er sich durchringen, bis er reif ist, Gnade
zu empfangen und zu geben.
Die jungen Öblinger sind heimgekommen. Matthias nicht mehr. Drei Jahre
wartet die Mutter voll Trotz und Sehnsucht auf den Sohn. Keine Botschaft
gibt ihr Hoffnung. Einmal aber, wie der drittgeborene Bub Lukas durch die
Adventnacht dem Dorfe zugeht, stößt ein fremder Vagabund zu ihm, der ihn
wie der verlorene Bruder anmutet. Am Nikoloabende begegnen sich die beiden
wiederum, spielen in einem Bauernwirtshause Karten. Und indieweil der Kleine,
von Geldgier gestachelt, gewinnt, hört der andere die Geschichte vom wilden
Jäger, die sich in guten und bösen Mäulern seltsam versponnen hat, und aus
der er heraushört, daß er der Sohn des Verdammten sei.
Da verliert der Bub den letzten Halt. Er beraubt seinen Bruder und ver=
schwindet nach einer grausigen Nacht wieder in der Einöd.
Wegen seines frechen Lebenswandels setzt ihn der Pfleger auf die Militär=
liste - Matthias verbirgt sich jedoch als Wildschütz in den Bergtälern. Als er
einmal beim Maitanz in die Hände der Jäger fällt, läßt der lebensfreudige
Erzherzog Johann Gnade walten.
Erst ein großer Wassersturz, der die Heimat verheert, zähmt dem Wilden
Mut und Blut. Einmal in schwerster Not steht er helfend zum Vater. Aber
kaum beginnt die Ordnung des Werktags, vertreiben ihn Scham und Stolz. -
Um die Fronleichnamszeit ... auf der Straße entlang des Grimming, packt ihn
der alte Zauber des verwunschenen Schatzes. Er hofft, sich mit dem errafften
Gewinn vom Soldatenstand loskaufen und Regina, die trotz allem zu ihm hält,
freien zu können. Er wagt den Gang. Regina ahnt es und sucht ihn die ganze
Nacht. In der Frühe des Fronleichnamstages findet sie ihn mit einer Todes=
wunde vor dem Grimmingtor.
Dies sind kurz die Hauptfäden der Geschichte.
leichnamstage öffnet und dem Bergwanderer einen Blick in eine geheimnisvolle
Schatzkammer gewährt. Viele gingen, um sich zu bereichern und sind dem
Teufel verfallen. Auch ein armer Jäger hat das Wagnis getan, hoffend, mit
Gold und Edelstein die schöne Konstantia Stralzin zu gewinnen, die er sündlich
begehrte. Er kommt von seinem Gang nicht mehr zurück.
Über eine Zeit ist er vergessen. Die junge Stralzin lebt in ehelichem Glück
dahin und nur, wann sie einem Söhnlein das Leben schenkt, schreckt sie in ein=
samen Nächten die Furcht vor dem gnadlos verschiedenen Jäger. Doch ihre
Buben sind kerngesund. Weder vom reifen Geist des Vaters, noch von der
fraulichen Milde der Mutter, am allerwenigsten aber von der Gelehrsamkeit der
Admonter Erzieher bleibt auf ihren Bauernschädeln ein Abglanz haften. Just so,
wie sie gewachsen, kehren sie Anno 1809 ins Elternhaus heim, gerade recht, um
ihren übermütigen Tatendrang an den Zeitereignissen abzukühlen. Besonders
Matthäus, der Älteste, sinnt Tag und Nacht, das Beispiel Andreas Hofers
nachzuahmen und gleich ihm ein Held zu werden, einmal, weil es ihm im Blute
liegt, mehr noch, weil er damit vor seiner Ziehschwester Regina, die sich seiner
geistigen Vorherrschaft widersetzt, großtun will.
Im Herbst, beim Durchzug der Franzosen, ergibt sich endlich die Gelegenheit.
Während Frau Konstantia in Fieber um das Leben ihres neugeborenen Söhn=
leins zittert, besetzen die jungen Öblinger Turm und Häuser.
Damit beginnt der Kampf mit den Freischärlern mit dem Ergebnis, daß die
jungen Öblinger fliehen, die alten in der Stiftspropstei Gstatt vor dem
französischen Militär Sühne leisten, vor allem die Schlupfwinkel der Burschen
verraten sollen. Aber sie schweigen. Durch ein wunderliches Schicksal bleiben
die Dörfler vor Tod und Brandschatzung bewahrt. Der kommandierende Obrist
hat schon beim Anblick der Zeugin Regina seinen harten Richterverstand ver=
loren. Durch Himmel und Hölle muß er sich durchringen, bis er reif ist, Gnade
zu empfangen und zu geben.
Die jungen Öblinger sind heimgekommen. Matthias nicht mehr. Drei Jahre
wartet die Mutter voll Trotz und Sehnsucht auf den Sohn. Keine Botschaft
gibt ihr Hoffnung. Einmal aber, wie der drittgeborene Bub Lukas durch die
Adventnacht dem Dorfe zugeht, stößt ein fremder Vagabund zu ihm, der ihn
wie der verlorene Bruder anmutet. Am Nikoloabende begegnen sich die beiden
wiederum, spielen in einem Bauernwirtshause Karten. Und indieweil der Kleine,
von Geldgier gestachelt, gewinnt, hört der andere die Geschichte vom wilden
Jäger, die sich in guten und bösen Mäulern seltsam versponnen hat, und aus
der er heraushört, daß er der Sohn des Verdammten sei.
Da verliert der Bub den letzten Halt. Er beraubt seinen Bruder und ver=
schwindet nach einer grausigen Nacht wieder in der Einöd.
Wegen seines frechen Lebenswandels setzt ihn der Pfleger auf die Militär=
liste - Matthias verbirgt sich jedoch als Wildschütz in den Bergtälern. Als er
einmal beim Maitanz in die Hände der Jäger fällt, läßt der lebensfreudige
Erzherzog Johann Gnade walten.
Erst ein großer Wassersturz, der die Heimat verheert, zähmt dem Wilden
Mut und Blut. Einmal in schwerster Not steht er helfend zum Vater. Aber
kaum beginnt die Ordnung des Werktags, vertreiben ihn Scham und Stolz. -
Um die Fronleichnamszeit ... auf der Straße entlang des Grimming, packt ihn
der alte Zauber des verwunschenen Schatzes. Er hofft, sich mit dem errafften
Gewinn vom Soldatenstand loskaufen und Regina, die trotz allem zu ihm hält,
freien zu können. Er wagt den Gang. Regina ahnt es und sucht ihn die ganze
Nacht. In der Frühe des Fronleichnamstages findet sie ihn mit einer Todes=
wunde vor dem Grimmingtor.
Dies sind kurz die Hauptfäden der Geschichte.