Max: Brief an Hans Prager. Freiburg, 7.1.1927
Freiburg (Schweiz), Grand' rue 37.
7. Janu. 1927.
Verehrter Herr Doktor!
Es freut mich gleichfalls von Herzen, wieder
einmal mit Ihnen in Korrespondenz treten zu
können. Und zunächst wünsche ich ein glück-
liches Gottgesegnetes Jahr. - Was nun den Plan
betrifft, von dem Sie sprechen, so hat er mich
gleichfall sehr gefreut und würde ich, wenn mög-
lich, gern mitwirken. Ich könnte z. B. den
hln. Theodor, Abt von Studion in Konstan-
tinopel, eine einzigartig grosse und charakter-
volle Persönlichkeit behandeln, über den ich
schon einmal ein ganzes Semester Vorlesungen
gehalten habe, einen ausgezeichneten Prediger
und hervorragenden Kirchendichter, nehmen,
dessen Korrespondenz zugleich höchst interessant
ist. Später könnte sich für mich der hl. Johannes
von Damaskus, dann etwa Ephram der Syrer
anreihen oder Symeon, der „neue Theologe“
von Konstantinopel. Überhaupt wenn man