Rieger, Franz von: Brief an Franz Keim. Wien, 8.3.1915
Wien am 8. März 1915.
Euer Hochwohlgeboren!
Hochgeehrter Herr Professor!
Soeben bringt mir die Post die gütige
Sendung vom 6. Wie kann ich dafür
danken? Ihnen danken, dem seit den
70ger Jahren bewunderten Dichter der
Sulamith, die ich als eine der schön=
sten Gaben unserer Literatur in jun=
gen Jahren begeistert empfing und als
alter Mann gleich hoch schätze.
Erst vor einem Jahr habe ich sie im
Familienkreise mit allen Gaben Ihres
1. Bandes gesammelter Werke vorge=
lesen.
Gleiches soll „Der Schmied von Ro-
landseck″ erfahren. -
Sobald es geschehen ist will ich den
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