Wien,den 9.Jänner 1932.
Herrn
Hofrat M.Millenkovich-Morold
in Wien.
Sehr geehrter Herr Hofrat,
es wäre mir ein grosses Vergnügen,wenn ich die Aufforderung
Ihres Schreibens vom 4.d.M. mit einer einfachen Zusage beant -
worten könnte.Leider ist das nicht möglich.Die Entwürfe,die
man für die Bühne gemacht hat,stehen nicht wie Bücher einer
Bibliothek schön geordnet da,sondern sie gehen teilweise bei
der Ausführung zugrunde oder kommen auf andere Weise abhanden.
Ausserdem sind die Entwürfe,die man notwendigerweise für die
Arbeit macht, nicht ausstellungsfähig. Die Ausstellung stellt
andere Anforderungen als die Werkstatt und man muss daher Ent-
würfe, die ausstellungsfähig sein sollen, eigens anfertigen.
Die Oper selbst will im Februar erneuerte Wagner-Aufführun-
gen bringen und Sie können daher wohl denken, dass ich bis zu
diesem Termin ziemlich stark in Anspruch genommen sein werde.
Ich glaube also kaum,dass es mir möglich sein wird, bis da -
hin auch noch Ausstellungsentwürfe herzustellen.Schliesslich
Herrn
Hofrat M.Millenkovich-Morold
in Wien.
Sehr geehrter Herr Hofrat,
es wäre mir ein grosses Vergnügen,wenn ich die Aufforderung
Ihres Schreibens vom 4.d.M. mit einer einfachen Zusage beant -
worten könnte.Leider ist das nicht möglich.Die Entwürfe,die
man für die Bühne gemacht hat,stehen nicht wie Bücher einer
Bibliothek schön geordnet da,sondern sie gehen teilweise bei
der Ausführung zugrunde oder kommen auf andere Weise abhanden.
Ausserdem sind die Entwürfe,die man notwendigerweise für die
Arbeit macht, nicht ausstellungsfähig. Die Ausstellung stellt
andere Anforderungen als die Werkstatt und man muss daher Ent-
würfe, die ausstellungsfähig sein sollen, eigens anfertigen.
Die Oper selbst will im Februar erneuerte Wagner-Aufführun-
gen bringen und Sie können daher wohl denken, dass ich bis zu
diesem Termin ziemlich stark in Anspruch genommen sein werde.
Ich glaube also kaum,dass es mir möglich sein wird, bis da -
hin auch noch Ausstellungsentwürfe herzustellen.Schliesslich