Walden, Harry: Brief an Friedrich Schreyvogl. Wien, 19.10.1917
Wien, den I9. Oktober I7.
XIX Sieveringerstrasse 88.
Geehrter Herr Schreyvogel!
Ich danke Ihnen für Ihren Brief sowie für die über-
sendeten Bürstenabzüge. Auch Ihr seiner Zeit mir übersandter Ge-
dichtband „Singen und Sehnen“ liegt mir vor. Es ist mir leider ab-
solut nicht möglich am 24. Oktober noch etwas in mein Programm auf-
zunehmen. Dasselbe ist bereits jetzt schon zu lang. Kurz bevor
Ihr Brief eintraf hatte ich noch ein Märchen von der Freiin von Skoda
in das Programm aufgenommen. Ich werde aber bestimmt in einem
meiner nächsten Vorträge etwas von Ihren Sachen aufnehmen. Ob schon
in dem Dezembervortrag kann ich heute noch nicht sagen, da derselbe
wahrscheinlich einen besonderen Charakter bekommen wird. Sollte
es mir also im Dezember nicht möglich sein, so verspreche ich Ihnen,
dass Sie dann am dritten Abend, der wahrscheinlich im Januar statt-
finden dürfte, bestimmt zu Worte kommen. Ich würde mich sehr freuen
auch Ihr neues Werk kennen zu lernen.
Mit freundlichen Grüssen
Ihr
Harry Walden