Wien, am 16.Mai 1917.
Hochverehrte gnädige Frau !
Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank
für die Uebersendung des zweiten Bandes der
gesammelten Vorträge und Aufsätze. Mich ha-
ben die von Ihnen angegebenen Stellen na-
turgemäss überaus interessiert und ich
bin bei deren Lekture gleich stecken ge-
blieben und habe gestern abends einen gros-
sen Teil des ganzen Buches gelesen. Mir wa-
ren die formvollendeten und tiefsinnigen
Ausführungen ein wahrer Genuss und ich habe
trauernd der Zeiten gedenken müssen, in
denen ich das Glück hatte, solche Ausführun-
gen aus dem Munde des Autors selbst zu hö-
ren. Wir leben in einer Zeit, wo uns sol-
Hochverehrte gnädige Frau !
Empfangen Sie meinen herzlichsten Dank
für die Uebersendung des zweiten Bandes der
gesammelten Vorträge und Aufsätze. Mich ha-
ben die von Ihnen angegebenen Stellen na-
turgemäss überaus interessiert und ich
bin bei deren Lekture gleich stecken ge-
blieben und habe gestern abends einen gros-
sen Teil des ganzen Buches gelesen. Mir wa-
ren die formvollendeten und tiefsinnigen
Ausführungen ein wahrer Genuss und ich habe
trauernd der Zeiten gedenken müssen, in
denen ich das Glück hatte, solche Ausführun-
gen aus dem Munde des Autors selbst zu hö-
ren. Wir leben in einer Zeit, wo uns sol-