Wilbrandt-Baudius, Auguste: Brief an Marie von Ebner-Eschenbach. Wien, 1915
    • Aber was rede ich; wie
      klein, wie arm, wie töricht
      ist alles! Schon während man
      darüber schreibt - - plötzlich schämt
      man sich: Du sprichst von Dir,
      von so Kleinem, Armen ?!-
      - - Wie furchtbar ist das
      mit Italien! - - Ausserdem
      habe ich die grosse Angst
      um meine geliebte, teure
      Fürstin Bülow. Um den
      Fürsten. Den ich hoch schätzen
      lernte. Wenn man ihn kennt,
      muss man ihn lieb gewinnen.
      Und Donna Laura Minghetti
      muss ja bald an die Neunzig
      sein. - - Ich hoffe immer auf
      Wunder die geschehen müssen!
      Ich küsse dankbar Ihre lieben
      teuren Hände, grüsse den Grafen
      Viktor liebevollst. Ihre
      unwandelbar ergebene
      Auguste