Döhler, Ottilie: Brief an Marie von Ebner-Eschenbach. Gmunden, 10.3.1915
unsagbaren Schrecknissen und Gräuel
des Krieges erzälen, schlicht, oft naiv
und doch herzerschütternd! -
Welche Helden diese Soldaten sind, das
lernt man erst erkennen, wenn
man sie unsagbare Schmerzen,
selbst am Operationstische, klaglos
erdulden sieht, rührend dank=
bar für jede Hilfeleistung und
von glühender Vaterlandsliebe,
Treue für den Kaiser, erfüllt.
So haben wir z.b. Einen hier, dem
ein Auge herausgeschoßen wurde,
das Sehvermögen des Anderen
wird kaum erhalten bleiben
und dennoch keine Klage!