Döhler, Ottilie: Brief an Marie von Ebner-Eschenbach. Gmunden, 10.3.1915
Es ist rührend wie der kaum
Zwanzigjährige zu mir sagte:
"Sehen Sie Schwester, wenn ich bei
einer Rauferei mein Aug' ver=
loren hätte und vielleicht nun
ganz blind werd', das tät' mir
mein Leben lang reuen, so
aber hab' ich's für mein' alten
Kaiser verlorn', das ist ma'
a' Ehr für's Leben!" -
Er ist ein armer Holzarbeiter aus
der Nähe Gmundens, seine Mutter
eine Witwe mit sieben noch
unversorgten Kindern!