Einst trafen zwei Verirrte auf einer kleinen In=
sel zusammen und keiner wusste wie er dorthin ge=
kommen. Nur das Schicksal wusste es und freute
sich darüber. Es wollte einmal sehen was die bei=
den beginnen werden. Die Insel war steinig und
voller Felsen vom Himmel schien glutroth die
Sonne. Die beiden giengen lange an einander v
vorbei, und wollten so gerne zusammen kommen.
Eines Tages griff er zu den Steinen und formte sie
zu Gestalten sie zog es zu den Höhen und
Gipfeln sie wollte mit der Sonne näher spre=
chen. So stieg sie empor und träumte im Auf=
stieg von ihrem Glück im Thale das da kommen
muss. Und als sie herunter gestiegen da gieng
sie rasch zum Zurückgebliebenen. Und siehe es ~
war ihm als käme ein Engel zu ihm er brei=
tete seine Arme aus und schloss ihn eng an sich.
Da wurde die Insel langsamm grün und blühend
es brachen Quellen aus den Felsen hervor und
wählten den freien Lauf. Hohe Bäume wuch=
sen zum Himmel und die Stürme brachten den
ewigen Frühling. Da wurde auch sie lebendig das
grosse Kind und Weib zugleich da wollte auch sie
grünen und blühen. Sie allein nur fühlte das Recht
zu wählen und wählte~ . Ihn haben die Stür=
me längst fortgerissen in tiefe Spalten der Ber=
ge vergraben~ sie kauert allein auf einem
kahlen Hügel der Erde und harret und wartet.
Lange ist der Herbst hereingebrochen hat die Früch-
te gereift~ sie harren mit ihr da sie vom
Baume~ vom Halm zur Erde fallen. Sie hält
in ihren Armen den gesegneten Leib und bangt
um die göttliche Frucht sie hällt im Geiste
den gefangen den die Stürme ihrem Leben
entrissen. Einst wird kommen der Tag da ein h
himmlisches Kind die Welt erblickt ~ da ih
rem Leben die Krone sich beugt.
III.
Winkelsdorf 1. September 1918AH
Landhaus Primavesi.
sel zusammen und keiner wusste wie er dorthin ge=
kommen. Nur das Schicksal wusste es und freute
sich darüber. Es wollte einmal sehen was die bei=
den beginnen werden. Die Insel war steinig und
voller Felsen
Sonne. Die beiden giengen lange an einander v
vorbei, und wollten so gerne zusammen kommen.
Eines Tages griff er zu den Steinen und formte sie
zu Gestalten
Gipfeln
chen. So stieg sie empor und träumte im Auf=
stieg von ihrem Glück im Thale das da kommen
muss. Und als sie herunter gestiegen
sie rasch zum Zurückgebliebenen. Und siehe es ~
war ihm als käme ein Engel zu ihm
tete seine Arme aus und schloss ihn eng an sich.
Da wurde die Insel langsamm grün und blühend
es brachen Quellen aus den Felsen hervor und
wählten den freien Lauf. Hohe Bäume wuch=
sen zum Himmel und die Stürme brachten den
ewigen Frühling. Da wurde auch sie lebendig das
grosse Kind und Weib zugleich da wollte auch sie
grünen und blühen. Sie allein nur fühlte das Recht
zu wählen und wählte
me längst fortgerissen in tiefe Spalten der Ber=
ge vergraben
kahlen Hügel der Erde und harret und wartet.
Lange ist der Herbst hereingebrochen hat die Früch-
te gereift
Baume
in ihren Armen den gesegneten Leib und bangt
um die göttliche Frucht
den gefangen den die Stürme ihrem Leben
entrissen. Einst wird kommen der Tag da ein h
himmlisches Kind die Welt erblickt ~ da ih
rem Leben die Krone sich beugt.
III.
Winkelsdorf 1. September 1918
Landhaus Primavesi.