gewirkt u. 5 Jahre in Damaskus u. Hedjas
mit Kiasim P. zusammen gearbeitet hat,
hörte ich später, daß er in der Türkei keinen
zweiten Ehrenmann kenne, wie es
Kiasim P. in jeder Beziehung sei. Diesen
Eindruck hatte ich gleich u. unsere Freund=
schaft wurde rasch so innig, daß ich ihn
einigemale scherzhaft warnte, nicht zu
viel Liebe auf mich zu verschwenden,
da ich allen meinen Freunden nur im=
mer Unglück bringe. Er umarmte mich
dafür lachend, aber am Tage vor mei=
ner Abreise (3 Wochen nach dem Kennen=
lernen) wurde er telegraphisch abgesetzt,
was ihm ungeheuer nahe ging, u. eini=
ge Monate später schrieb er mir, daß
er seinen jüngsten Sohn, von dem er mir
einigemale erzählt hatte, verloren habe.
Ich kenne natürlich Aberglauben nicht, aber
mußte sincerity der Freundin dies nicht sagen?
Was Sie am 20. IX. - mir scheint es eine Ewig=
keit; u. erst 7 Tage! - über den Wert des
Freundes schrieben, habe ich am häufigsten
gelesen, weil es sich am schwersten in
meinen Gedankengang hineinfügen
will; beginnt sich übrigens schon zu fügen.
Tom kann es eben nicht fassen, daß ich
Ihnen soviel geben u. sein kann, wie Sie
mir.
Mein Buch habe ich aus der M. Bibliothek schon
erhalten u. mit dem Bezeichnen begonnen,
wobei ich aber bald eingeschlafen bin.
Arme Freundin! Dagegen ist hier ein
größeres Briefformat absolut nicht aufzutrei=
ben, wie Sie es mir empfohlen.
In treuer Freunschaft u. Verehrung Ihr alter
A. Haus
mit Kiasim P. zusammen gearbeitet hat,
hörte ich später, daß er in der Türkei keinen
zweiten Ehrenmann kenne, wie es
Kiasim P. in jeder Beziehung sei. Diesen
Eindruck hatte ich gleich u. unsere Freund=
schaft wurde rasch so innig, daß ich ihn
einigemale scherzhaft warnte, nicht zu
viel Liebe auf mich zu verschwenden,
da ich allen meinen Freunden nur im=
mer Unglück bringe. Er umarmte mich
dafür lachend, aber am Tage vor mei=
ner Abreise (3 Wochen nach dem Kennen=
lernen) wurde er telegraphisch abgesetzt,
was ihm ungeheuer nahe ging, u. eini=
ge Monate später schrieb er mir, daß
er seinen jüngsten Sohn, von dem er mir
einigemale erzählt hatte, verloren habe.
Ich kenne natürlich Aberglauben nicht, aber
mußte sincerity der Freundin dies nicht sagen?
Was Sie am 20. IX. - mir scheint es eine Ewig=
keit; u. erst 7 Tage! - über den Wert des
Freundes schrieben, habe ich am häufigsten
gelesen, weil es sich am schwersten in
meinen Gedankengang hineinfügen
will; beginnt sich übrigens schon zu fügen.
Tom kann es eben nicht fassen, daß ich
Ihnen soviel geben u. sein kann, wie Sie
mir.
Mein Buch habe ich aus der M. Bibliothek schon
erhalten u. mit dem Bezeichnen begonnen,
wobei ich aber bald eingeschlafen bin.
Arme Freundin! Dagegen ist hier ein
größeres Briefformat absolut nicht aufzutrei=
ben, wie Sie es mir empfohlen.
In treuer Freunschaft u. Verehrung Ihr alter
A. Haus