An den Herrn Bundesminister der Republik Österreich
für Unterricht, Herrn Richard Schmitz!
Hochverehrter Herr Bundesminister!
Erlauben Sie mir, mit Berufung auf Ihre Gewogenheit für heimische Literatur, mein Verhältnis zu dem
dem Unterrichtsministerium untergebenen „Bundesverlage” darzu-
legen. In der Zeit, da Dr. Kindermann im Unterrichtsministerium
die Agenden des Bundesverlags zu besorgen hatte, forderte er mich
dringend auf, ihm meine vor kurzem entstandenen 16 Puppen-
und Volksspiele für den Bundesverlag zu überlassen, da man
sich neuerlich allgemein, besonders im Deutschen Reich für diese volks-
tümliche und heimatliche Kunstart, besonders zum Gebrauch
für Schulen aller Art interessiere. Dr. Kindermann versicherte
mich, daß der Bundes Verlag reichliche Gelegenheit habe, diese Spiele an
österreichischen Schulen durch die Lehrerverbindungen einzu-
führen, und er sprach bereits mit Zuversicht von mehreren
bald zu erwartenden Auflagen. Es wurden denn auch
gleich die ersten acht Spiele dort gedruckt. Die weiteren acht
Spiele waren schon im Katalog des öst. Bundesverlages II 1925
(Jugend- und Volksbücher) Seite 23 angezeigt, als „unter der Presse”
befindlich, so daß wenigstens kein Zweifel bleiben könnte, der Verlag habe dieselben
zum Drucke wirklich angenommen. Nun stockte aber der
Druck und trotz meiner wiederholten Anfragen kam die
Sache nicht vorwärts. Es wurden mir Berichte über den
für Unterricht, Herrn Richard Schmitz!
Hochverehrter Herr Bundesminister!
Erlauben Sie mir, mit Berufung auf Ihre Gewogenheit für heimische Literatur, mein Verhältnis zu dem
dem Unterrichtsministerium untergebenen „Bundesverlage” darzu-
legen. In der Zeit, da Dr. Kindermann im Unterrichtsministerium
die Agenden des Bundesverlags zu besorgen hatte, forderte er mich
dringend auf, ihm meine vor kurzem entstandenen 16 Puppen-
und Volksspiele für den Bundesverlag zu überlassen, da man
sich neuerlich allgemein, besonders im Deutschen Reich für diese volks-
tümliche und heimatliche Kunstart, besonders zum Gebrauch
für Schulen aller Art interessiere. Dr. Kindermann versicherte
mich, daß der Bundes Verlag reichliche Gelegenheit habe, diese Spiele an
österreichischen Schulen durch die Lehrerverbindungen einzu-
führen, und er sprach bereits mit Zuversicht von mehreren
bald zu erwartenden Auflagen. Es wurden denn auch
gleich die ersten acht Spiele dort gedruckt. Die weiteren acht
Spiele waren schon im Katalog des öst. Bundesverlages II 1925
(Jugend- und Volksbücher) Seite 23 angezeigt, als „unter der Presse”
befindlich, so daß wenigstens kein Zweifel bleiben könnte, der Verlag habe dieselben
zum Drucke wirklich angenommen. Nun stockte aber der
Druck und trotz meiner wiederholten Anfragen kam die
Sache nicht vorwärts. Es wurden mir Berichte über den