Linz, 31. 7. 14.
Lieber Herr Doktor!
Da ist aber schade, wenn Sie des serbischen Zwetschkenrummels we=
gen die geplante Leipziger Fahrt aufgeben! Ich habe mich grade
auf Ihre Gesellschaft, die mir immer so viel des Interessanten
und Belehrenden bietet, so sehr gefreut. Ich kann jetzt nicht
gut mehr zurück, weil ich für die Zeit um 1/2 August schon in L.
Hôtel Sachsenhof, Johannesplatz, durch Vermittlung eines dor=
tigen Freundes Zimmer bestellte, wo wir das Bett mit M 3 - be=
kämen, was sonst M 5 - kostet. Außerdem habe ich den Ber=
liner Numismatiker Bern. Müller hinbestellt, der im gleichen
Hôtel absteigen will, um mit mir ein paar wichtige numismatische
Fragen zu erörtern. In Prag habe ich schon Dr Brod u. seinen
Stab mobilisiert, dass wir gute Führung durch das nächtliche
Prag haben etc etc. Wirklich schade! Übrigens, wenn Sie mit
Ihrer jedenfalls besseren Hälfte nach Salzbg. fahren, bin ich gerne
mit von der Parthie und bringe Sie dort zu ein paar interessan=
ten Sammlern. Ich hätte ohnedies im Salzbg. Museum zu thun.
Nun danke ich Ihnen vorerst für den Brief, der wieder so
ein echter Gugitzbrief war, historisch, interessant und ein
klein wenig bos haft dabei. Solch ein Brief von Ihnen ist für mich
immer ein Festtag! Und erst die Beilage! Wie lieb von Ihnen
dass Sie - gereinigt an frommer Gnadenstätte - an mich armen Sün=
der dachten. Ja Sie haben recht, ich bin noch lange nicht heilig, aber
dafür recht oft scheinheilig! Die Medaille auf das 300 jährig Ju=
biläum ist von besonderem Interesse. Ich möchte Sie bitten,
lieber Freund, kaufen Sie mir noch 6 Stück. Vielleicht gibts auch
eine davon in Messing oder Silber. Ist auf das Jubil. sonst nichts
Lieber Herr Doktor!
Da ist aber schade, wenn Sie des serbischen Zwetschkenrummels we=
gen die geplante Leipziger Fahrt aufgeben! Ich habe mich grade
auf Ihre Gesellschaft, die mir immer so viel des Interessanten
und Belehrenden bietet, so sehr gefreut. Ich kann jetzt nicht
gut mehr zurück, weil ich für die Zeit um 1/2 August schon in L.
Hôtel Sachsenhof, Johannesplatz, durch Vermittlung eines dor=
tigen Freundes Zimmer bestellte, wo wir das Bett mit M 3 - be=
kämen, was sonst M 5 - kostet. Außerdem habe ich den Ber=
liner Numismatiker Bern. Müller hinbestellt, der im gleichen
Hôtel absteigen will, um mit mir ein paar wichtige numismatische
Fragen zu erörtern. In Prag habe ich schon Dr Brod u. seinen
Stab mobilisiert, dass wir gute Führung durch das nächtliche
Prag haben etc etc. Wirklich schade! Übrigens, wenn Sie mit
Ihrer jedenfalls besseren Hälfte nach Salzbg. fahren, bin ich gerne
mit von der Parthie und bringe Sie dort zu ein paar interessan=
ten Sammlern. Ich hätte ohnedies im Salzbg. Museum zu thun.
Nun danke ich Ihnen vorerst für den Brief, der wieder so
ein echter Gugitzbrief war, historisch, interessant und ein
klein wenig bos haft dabei. Solch ein Brief von Ihnen ist für mich
immer ein Festtag! Und erst die Beilage! Wie lieb von Ihnen
dass Sie - gereinigt an frommer Gnadenstätte - an mich armen Sün=
der dachten. Ja Sie haben recht, ich bin noch lange nicht heilig, aber
dafür recht oft scheinheilig! Die Medaille auf das 300 jährig Ju=
biläum ist von besonderem Interesse. Ich möchte Sie bitten,
lieber Freund, kaufen Sie mir noch 6 Stück. Vielleicht gibts auch
eine davon in Messing oder Silber. Ist auf das Jubil. sonst nichts