in Münzen oder Bildln erschienen? Solche Sachen haben für uns
Spezialsammler immer erhöhten Wert. - Das reizende Waidhofner
Museum kenn ich genau. Auch seinen wackern Vorstand.
Dort liegt eine bisher als Unikum geltende P. Seel=Medaille von
Michelbeuern in Salzburg. In der Stuttg. Antiquit. Zeitg. erscheint
endlich meine Arbeit über den Keuschheitsgürtel in Fortsetzungen.
In München eine eben vollendete Arbeit über des „H. Bernard
auf Medaillen” mit 2 Tafeln Abbildungen. Das sind neben der
alchymistischen Medaillenforschung jetzt meine kleinen literari=
schen Schmerzenskinder. Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer vollbrach=
ten Leistung. Das Reichhardtsche Werk muß hochinteressant sein.
Bringen Sie zu den Eipeldauerbriefen auch alle Illustrationen?
Wenn die Sache sich so zuspitzen sollte, dass die Leipziger=
fahrt bis 1/2 Aug. unmöglich ist, so komme ich zu Ihnen auf
ein paar Tage, mich zu entsühnen! Ich habe übrigens jetzt
ein Manuskript gelesen: „Erotische Kindererinnerungen”, die
das entzückendste sind, was ich je in der Art gelesen hatte.
Kubin war so begeistert drüber, dass er es illustrieren will.
Leider habe ich bisher noch keinerlei Verfügungsrecht. Viel=
leicht darf ich das Zeug abschreiben lassen.
Möchten Sie Ihre Linzerzitate nicht in einem kunsthist.
Fachblatt aufscheinen lassen? In Eisenach würde Dr Steljes
die Sache mit Vergnügen drucken. Die Tagespost ist ja doch
zu beschränkt und noch „beschränkter” sind die meisten ihrer
Leser. Wissen Sie , dass mein vor 2 Jahren erschienener Ar[ti]=
kel über „Strumpfbandverse” jetzt seinen 30ten Nachdruck er=
lebt hat, wie mir der Verleger schreibt? Darunter in Melbourne,
Petersburg, 2 mal Amerika etc etc. Nun aber Schluß und
zwar eiligst. - Viele herzliche Grüsse Ihren Lieben!
Ihr allzeit getreuer Paching[er]
[am oberen Rand, über Kopf:]
Mitzl läßt herzlich grüssen. Sie hätte über Ihr Kommen auch Freude.
Spezialsammler immer erhöhten Wert. - Das reizende Waidhofner
Museum kenn ich genau. Auch seinen wackern Vorstand.
Dort liegt eine bisher als Unikum geltende P. Seel=Medaille von
Michelbeuern in Salzburg. In der Stuttg. Antiquit. Zeitg. erscheint
endlich meine Arbeit über den Keuschheitsgürtel in Fortsetzungen.
In München eine eben vollendete Arbeit über des „H. Bernard
auf Medaillen” mit 2 Tafeln Abbildungen. Das sind neben der
alchymistischen Medaillenforschung jetzt meine kleinen literari=
schen Schmerzenskinder. Ich beglückwünsche Sie zu Ihrer vollbrach=
ten Leistung. Das Reichhardtsche Werk muß hochinteressant sein.
Bringen Sie zu den Eipeldauerbriefen auch alle Illustrationen?
Wenn die Sache sich so zuspitzen sollte, dass die Leipziger=
fahrt bis 1/2 Aug. unmöglich ist, so komme ich zu Ihnen auf
ein paar Tage, mich zu entsühnen! Ich habe übrigens jetzt
ein Manuskript gelesen: „Erotische Kindererinnerungen”, die
das entzückendste sind, was ich je in der Art gelesen hatte.
Kubin war so begeistert drüber, dass er es illustrieren will.
Leider habe ich bisher noch keinerlei Verfügungsrecht. Viel=
leicht darf ich das Zeug abschreiben lassen.
Möchten Sie Ihre Linzerzitate nicht in einem kunsthist.
Fachblatt aufscheinen lassen? In Eisenach würde Dr Steljes
die Sache mit Vergnügen drucken. Die Tagespost ist ja doch
zu beschränkt und noch „beschränkter” sind die meisten ihrer
Leser. Wissen Sie , dass mein vor 2 Jahren erschienener Ar[ti]=
kel über „Strumpfbandverse” jetzt seinen 30ten Nachdruck er=
lebt hat, wie mir der Verleger schreibt? Darunter in Melbourne,
Petersburg, 2 mal Amerika etc etc. Nun aber Schluß und
zwar eiligst. - Viele herzliche Grüsse Ihren Lieben!
Ihr allzeit getreuer Paching[er]
[am oberen Rand, über Kopf:]
Mitzl läßt herzlich grüssen. Sie hätte über Ihr Kommen auch Freude.